Banff - Jasper - Wells Gray Provincial Park (Teil 2)                                                      Home>>>


Donnerstag, 10.05.2001

Banff - 89km

Wir kamen erst ziemlich spät los, da wir erst noch einen kleinen Erfahrungsaustausch mit den zwei Jungs aus Hamburg hatten, die schon mit uns zusammen an der Vermietstation waren. Der Reiseführer versprach einige Highlights. Als erstes, ganz in der Nähe zu unserem Campground, waren die Hoodoos von Banff. Die waren zwar kaum zu sehen, wurden aber trotzdem als touristischer Höhepunkt beschrieben. BighornschafeNa ja. Sollten es die einzigen Hoodoos auf der geplanten Reise sein, kann man sich das ja mal ansehen. Ansonsten gibt es sicher bessere. Von hier aus fuhren wir zum Lake Minnewanka, dem größten See im Banff National Park. Dieser war leider auch noch zum größten Teil zugefroren. Weiter geht's zum Two Jack Lake. Two Jack LakeAuf der Strasse dorthin trafen wir mehrere Bighornschafe die sich auch nicht von unserem großen Camper beeindrucken ließen. Die standen ganz gemütlich auf der Strasse und leckten das Salz aus den Rillen im Asphalt. Da half dann meist nur warten oder gaaanz langsam weiterfahren. Der Two Jack Lake war dann endlich mal nicht mehr zugefroren. Ebenso der kurz darauf folgende Johnson Lake. Sehr schönes, klares, grünes und  kaltes Wasser. Auf dem Rückweg nach Banff besuchten wir noch die ehemalige Kohlebergwerkssiedlung Bankhead. Heute sind nur noch die Kellerruinen zu sehen. Ein kleiner Lehrpfad führte durch das Gelände und zeigte Fotos. Auf einigen war u.a. zu sehen, dass die Häuser auf Autos verladen und nach Banff transportiert wurden. Nächste Station war der Mount Norquay. Über eine steile und kurvenreiche Strasse ging es bis zum Skigebiet. Auf der Talfahrt hatte man dann eine gute Sicht auf Banff. Kurze Rast mit Mittagessen auf einem Blick vom Sanson PeakViewpoint an der Strasse.
Weiterfahrt zum Sulphur Mountain. Hier ging es mit der Banff Gondola für 19 Can$ p.Erwachsener auf 2300m Höhe. Oben angekommen konnte man über eine Holzkonstruktion zum Sanson Peak, der Wetterstation, laufen. Von hier hatte man einen suuuper Blick über die gesamte Gegend rund um Banff.
Als nächstes stand ein Besuch beim ehemals größten Hotel der Welt dem "Banff Springs Hotel" an. Leider gab es hier Upper Hot Springskeinen Parkplatz der groß genug gewesen wäre für unseren Camper. Deshalb drehten wir nur eine Runde vor dem Hotel und fuhren gleich zu den unterhalb des Hotels liegenden Bow River Falls. Hier gab es wieder Platz zum parken. Die Falls waren aber nicht besonders aufregend im Vergleich zu dem was wir schon gesehen hatten. Als letztes für heute sollte es noch ein Besuch der Upper Hot Springs, heiße Quellen zum Baden, sein. Dies kostete mit Gutschein pro Familie 12,25 Can$. Spinde zum umziehen kosteten extra 2x25 Cent je Spind. Hatte man sich dann, Männlein und Weiblein immer schön getrennt, umgezogen, konnte man mit vielen Menschen in einem kleinen Pool sitzen und das 39 Grad warme Wasser genießen. Ziemlich geschafft erreichten wir am späten Abend wieder den Campground. 16 Can$ mit Gutschein Nummer zwei.

 

Freitag, 11.05.2001

Banff - 35km

Nach einem Besuch im Cave & Basin Centennial Centre, dem ersten Bad der Entdecker der heißen Quellen, machten Banff Townsite mit Mt. Norquay im Hintergrundwir einenJohnson Lake Rundgang durch die City. Wir entdeckten einen Laden "Spirit of Christmas" in dem es alles, aber auch wirklich alles für Weihnachten gab. Dann Mittagessen bei Wendy´s Burger und am Internetterminal die Neuesten Nachrichten von zu Hause lesen und Grüsse verschicken. Da es morgen weitergehen sollte, war auch ein kleiner Einkauf im Saveway fällig. Am Nachmittag ging es dann noch einmal zum Johnson Lake wo wir eine wunderschöne Wanderung um den See machten. Übernachten wieder auf dem einzigen offenen Campground diesmal für 21 Can$ ohne Rabatt.

 

Samstag, 12.05.2001

Banff - Lake Louise - 81km

Mittag am Castle MountainMorgens tanken und Propangas auffüllen. Man weiß ja nie wann die nächste Tanke kommt und der nächste Ort, Chateau Lake LouiseJasper war ca. 300 km entfernt. Dann über den Highway 1a auf nach Lake Louise. Erster Stopp am Johnston Canyon. Ein schöner Wanderweg führt hier zu den Lower und den Upper Falls. DannAbendessen am Lake Louise erstmal Mittagessen auf dem Rastplatz vor den Castle Mountains. Bei schönstem Wetter genossen wir den Blick vom Dach unseres Caravans. Weiter ging es zum Lake Louise, dem wohl bekanntesten Bergsee der Canadian Rockies. Der See war zum größten Teil noch zugefroren, sodas man zumindest am Rand über das Eis laufen konnte. Auch hier machten wir wieder einen kleinen Spaziergang entlang am Uferrand und bestaunten den Victoria Gletscher sowie das Chateau Lake Louise. Übernachtung auf dem Campground in Lake Louise für 21Can$. Strom am Platz, Wasser an der Dumpstation, keine Firepits.

 

Sonntag, 13.05.2001

Lake Louise - Jasper - 239km

Da wir heute wieder eine größere Strecke vor uns hatten, ging es gleich wieder tanken und dann ab auf den Icefield Parkway - Highway No.93. Hier geht es durch eine spektakuläre Hochgebirgslandschaft mit schneebedeckten zum Teil über 3000m hohen Gipfeln, Wasserfällen, Bergseen und riesigen Gletschern mit dem größten zusammenhängenden Eisfeld der Rocky Mountains dem Columbia Icefield. Leider mußten wir diese Strecke an einem Tag bewältigen, da zwischen Lake Louise und Jasper von den vorhandenen Campgrounds keiner geöfnet hatte. Wenn die Plätze aber geöffnet sind, dann unbedingt mehrere Tage einplanen um soviel wie möglich von dieser herrlichen Gegend zu sehen. Wir mußten also die Strecke im schnelldurchlauf bewältigen und konnten nur eine kleineMistaya Canyon Auswahl besichtigen.Blick über den Peyto Lake entlang dem Icefield Parkway
1. Herbert Lake - zugefroren
2. Growfort Glacier
3. Bow Lake
4. Bow Summit - höchste Erhebung der Straße
5. Peyto Lake - gigantischer Blick ins Tal, meterhoher Schnee entlang des Trampelpfades vom Parkplatz zum ViewPoint
6. Mistaya Canyon - kurze Besichtigung
7. Sunwapta Pass - Grenze zwischen Banff - und Jasper Nationalpark - Wasserscheide
8. Columbia Icefield / Athabasca Glacier / Icefield Centre - Hauptattraktion des Icefield Parkways, sehr gutes Museum mit Model vom Athabasca GlacierGletscher und viel wissenswertem. Von hier kann man fahrten mit dem Snowcoach (riesiger Bus) über den Gletscher buchen. Kurz vor dem Ziel am GletscherIm Center gibt es einen Geldautomaten der sogar EC-Karten annimmt. Von einem kleineren Parkplatz gegenüber des Centers geht ein, leider nur anfangs beschilderter, Weg über das Geröllfeld zum Gletscher. Dieser Weg erwies sich als äußerst schwierig und stellenweise sogar gefährlich. Es ging anfangs noch über Geröll, später dann durch hohen Schnee und über Gletscherbäche, die teilweise nicht mehr zu überwinden waren. Wir mussten unsere Tour abbrechen ohne den eigentlichen Gletscher zu erreichen, da es uns zu gefährlich wurde und es auch schon fast dunkel war. Es gibt aber noch eine andere Route zum Gletscher. Diese beginnt am Parkplatz beim Gletschersee und muss wohl etwas leichter und evtl. besser beschildert sein. Die Zufahrtsstrasse war aber leider noch gesperrt.
Wir entschlossen uns bis Jasper durchzufahren und die restlichen Highlights am nächsten Tag von Jasper aus zu Campground Jaspererforschen. Gegen 20.30 Uhr erreichten wir endlich den Whistler Campground von Jasper. Für 21Can$ gab es einen Stellplatz mit Strom und Feuerstelle, Dumpstation zentral. Um aber Feuer zu machen, musste man wieder extra löhnen. Wir stellten uns dumm und bruzelten, zur Feier des Tages, trotzdem unsere leckeren, saftigen, einfach großartigen Kanadischen Rindersteaks über einem schönen Feuerchen, da Elke ja heute Geburtstag hatte.

 

Montag, 14.05.2001

Jasper - 114km

"Highway 93a"Nach den Strapazen des letzten Tages kamen wir heute erst nach einem langen Frühstück so gegen mittag auf Tour. Wir drehten eine kurze Runde durch Jasper und stellten fest, dass es hier sehr viel ruhiger und beschaulicher zuging wie in Banff. Heute stand deshalb auch nur ein Ausflug zu den Athabasca Falls auf dem Programm. Wir fuhren über die 93a, die alte Verbindungsstraße parallel zum Icefield Parkway. Das kann man nur empfehlen. Eine wunderschönAthabasca Fallse Strasse auf der man fast ganz alleine ist. Zumindest in dieser Jahreszeit. Von hier geht es auch noch über eine 7,5km lange Schotterstrasse zum Moab Lake. Ein kleiner gemütlicher Bergsee. Aber weiter gehts zu den Athabasca Falls. Hier trafen wir mal wieder auf eine größere Menge Touris. Um die Fälle herum führt ein Rundweg mit Brücken und verschiedenen Aussichtspunkten. Am Fuß der Fälle kann man dann versuchen aus grossen und kleinen Steinen einen möglichst hohen Turm zu bauen. Der Rückweg ging wieder über die 93a nach Jasper um noch einen Imbiss bei Mc Doof zu machen und unseren Proviant aufzufüllen. Auf dem Weg zum Blick auf JasperCampground machten wir noch einen Abstecher zur Seilbahn die aber leider schon geschlossen hatte. Der Ausblick auf Jasper war aber trotzdem nicht schlecht. Am Campground bezahlten wir wieder unsere 21Can$ und bekamen wieder unseren alten Platz, da wir ihn reserviert hatten. Es gab wieder Steaks, Gehacktes und hinterher geröstete Marsh Mellows.

 

Dienstag, 15.05.2001

Jasper - Wells Gray Provincial Park - 403km

Wir verließen die großen Nationalparks der Rockys über den Hwy. No.16 von Jasper in Richtung British Columbia. Beim überfahren der Mt.Robsen Visitor CenterGrenze über den Yellowhead Pass bekamen wir durch die Zeitverschiebung eine Stunde zusätzlich. Kurz darauf folgte Mount Robsendirekt am Hwy. der Moose Lake ein sehr schöner, großer, grüner Bergsee. Laut Reiseführer musste nun auch bald der größte Berg der Kanadischen Rockies folgen. Der Mount Robsen. Mit seinen 3954 m ist er eine wirklich imposante Erscheinung und nicht zu übersehen. Auch wenn man oftmals vorher schon glaubt -das ist er- man liegt meistens falsch. Erst wenn man am Parkplatz mit dem Visitor Center angekommen ist sieht man ihn wirklich und dann weiß man auch -das ist er-. Immer vorausgesetzt seine Bergspitze ist nicht gerade von Wolken verdeckt, was eigentlich so ziemlich immer sein muss. Am Eingang des Visitor Centers hängt eine Liste aus, in der eingetragen wird wann der Berg komplett zu sehen ist. Und das war ziemlich selten. Das Center selbst ist wie viele Visitor Center sehr gut. Es gibt ein kleines Museum was über den Berg, die Tiere, Pflanzen usw. informiert. Hier machten wir es uns neben dem Center gemütlich und nahmen einen kleinen Mittagsimbiss zu uns um dann frisch gestärkt einen kurzen Trip zu den Overlander Falls zu unternehmen. Ein kleinerer Wasserfall der uns nun nicht mehr so sehr beeindruckte. Jetzt ging es aber weiter in Richtung Clearwater. Wir bogen vom Hwy.No 16 ab auf den Hwy.No 5 und fuhren immer entlang am Thompson River in Richtung Süden. Kurz vor 17.00 Uhr erreichen wir das Visitor Center in Clearwater. Die nette Angestellte erklärte uns so ziemlich alles über den Wells Gray Prov. Pk. versorgte uns noch mit Karten und meinte wir sollten ruhig den besonders schönen Campground am Clearwater Lake nehmen. Laut Karte nur ein Katzensprung, 32 km. Aber die letzten 24 km waren nur eine ziemlich enge Schlammpiste an der Schlagloch an Schlagloch war. Jetzt wußten wir auch was die gute Frau mit "Gravel Road" meinte. Unser Camper wurde mächtig durchgeschüttelt und zum umdrehen war einfach kein Platz. Also mußten wir wohl oder übel erst mal bis zum Ende der Gravel Road fahren. Wir wagten kaum zu glauben, daß sich hierher außer uns noch irgend jemand verirrt haben könnte. Aber am Campground angekommen entschädigte die Lage für diese Strapatzen und es waren tatsächlich noch sieben weitere Camper hier. Der Platz lag mitten im Wald und direkt am Clearwater Wells Gray - Campground am Clearwater LakeLake und den Osprey Falls. Er kostete 12 Can$ inkl. Firepits. Wasser sowie Abwasser waren zentral. Strom gab es nicht. Dafür hatte man wieder Platz im Überfluß. Nach der langen Autofahrt machten wir noch eine kurze Wanderung am See entlang und zum Abendbrot gab es Nudeln mit Tomatensoße. Ach ja für die 24km Gravel Road benötigten wir übrigens etwas mehr als eine Stunde. Wer`s kürzer schafft, mit Caravan und bei strömenden Regen, kann sich mal melden =;-). Der Inhalt unseres Kühlschranks wurde dermaßen durchgeschüttelt, daß sogar die "Knack und Back Brötchen" aufgesprungen waren. 

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Stand: 23.05.2003